Alles über Chai Tee



Inhaltsverzeichnis

 

Chai Tee – Geschichte

chai_tee_geschichte-1Chai Tee oder Masala Chai-Tee, ist eine Teemischung aus Indien basierend auf Schwarzem Tee. Chai war in der Sprache der Mandarin der Begriff für Tee, somit heißt Chai Tee „Tee Tee“, was natürlich eine vollkommen unsinnige Benennung ist. Deshalb wird diese Teeart in seiner Heimat auch Masala Chai genannt. Masala wiederum kommt aus der Hindusprache und bedeutet in der Übersetzung „Mischung„. Der Name „Chai Tee“ ist seit dem 19.Jahrhundert bekannt, in dieser Zeit wurden der Teeanbau der Kolonialherren von den Indern übernommen. Doch damit ist die „Namensdiskussion“ noch nicht vollständig abgeschlossen. Im Süden Chinas, gibt es zwei Dialekte, allen voran das Kantonesisch, in denen „chai“ stattdessen „té“ bzw. „tu“ genannt wird. Da die niederländischen Seefahrer damals aber aus genau dieser Region dieses wunderbare Getränk nach Europa brachten, setzte sich bei uns der Begriff „Tee“ durch. Auf dem Landweg allerdings, wurde er über die Seidenstraße als Chai verbreitet. So wird er auch heute noch im russischen sowie im türkischen und ganz allgemein im osteuropäischen Raum teilweise genannt. Ebenso in Teilen Ostafrikas und Äthiopien. Wenn man so möchte, vereinen wir mit dem Namen „Chai Tee“ beide Kapitel dieses Getränks wieder zu einem gemeinsamen Ursprung.

In Indien wurde der Schwarze Tee nie pur getrunken. Er wurde mit zahlreichen Gewürzen wie beispielsweise: Kardamom, Zimt, Pfeffer, Gewürznelken oder Ingwer verfeinert. Mittlerweile wird der Chai Tee in vielen Variationen angeboten. Ursprünglich wurde der Chai Tee mit Milch aufgekocht, um dem Tee eine süßliche Note zu verleihen. Typisch ist, dass der Tee mit einer Zimtstange zum Umrühren des Chai Tee gereicht wird.

Es ranken sich einige Legenden um den Ursprung des Tees. Eine reicht bis zu 3000 Jahre v.Chr. zurück, und zwar in China. Der damalige Herrscher Shen Nung, ein weiser Herrscher, machte sich auf eine Reise in eine weit entfernte Provinz. Als sie eine Rast machten, wollten die Diener dem König einen Tee zubereiten und kochten Wasser auf. Währenddessen fielen Blätter eines Strauches in das Wasser und färbten das Wasser dunkel. Als der König von dem verfärbten Wasser kostete, stellte er fest, dass der Geschmack erfrischend war und so wurde der Tee geboren. Nach einer Weile verteilte sich der Tee auf der ganzen Welt und kam zu den Maharajas nach Indien. Dort gab es eine Nationalgetränk, dass aus Milch, Zucker und verschiedenen Gewürzen bestand. Der Diener am Hof der Maharajas hatte die Idee, die würzige Mischung mit Schwarzem Tee zu verfeinern. So wurde der Chai-Tee geboren, eine Mischung aus Tee und Gewürzen.

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Wirkung: Wie wirkt der Chai Tee auf den Körper?

Nach dem traditionellen Wissen der indischenchai_tee_wirkung-1 Gesundheitslehre wirkt jede Heilpflanze auf unseren Geist und Körper. Die im Chai Tee enthaltenen Gewürze haben eine positive Wirkung auf unser Allgemeinbefinden. Die Lebensfreude und Energie werden gesteigert. Ingwer unterstützt und stärkt das Immunsystem und wirkt entkrampfend während Kardamom verdauungsfördernd wirkt und den Magen beruhigt. Das im Chai Tee enthaltende Koffein hat ebenfalls eine anregende Auswirkung auf den Körper.

 

Chai Tee – Teezubereitung

Die Rezeptur des Chai Tees ist mindestens so vielseitig und verschieden, wie die Namen dieses Getränks. Einheitlich sind zumindest die Schwarztee-Basis, Zucker und Milch. Aber selbst die Sorte des Schwarzen Tees ist recht unterschiedlich. Häufig wird Assam verwendet, es gibt aber auch Regionen, in denen gerne auf Gunpowder zurückgegriffen wird. Statt Zucker wird manchmal auch Sirup oder Honig verwendet. Es spielt keine Rolle, ob Frischmilch, H-Milch oder sogar Kondensmilch. Es sollte aber auf jeden Fall wegen des Fettgehalts Vollmilch sein. Was die Menge betrifft, so wird in der Regel ein Viertel bis etwa die Hälfte des Wasseranteils, als Milch zugesetzt.

Bei der Gewürzmischung gibt es dann noch mehr Variationen. Wenn man so will, sind den eigenen Vorlieben und Ideen keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist allerdings, dass die Gewürze den Geschmack und das Aroma des Basistees nie ganz überdecken. Solange dieser Punkt berücksichtigt wird, kann man nahezu alle Gewürze nach Belieben kombinieren. Am häufigsten verwendet werden Zimt, Kardamom, Anis, Ingwer, Nelken, Muskat und auch Lorbeerblätter. chai_tee_zubereitung-1
Am Ende hat man einen Tee, der zwar eindeutig nach Tee schmeckt, gleichzeitig allerdings aber auch eine angenehme Schärfe hat, mit seinem würzigen Geschmack wunderbar wärmt und zusätzlich angenehm süß und dank der Milch leicht cremig und sahnig ist. Ein Getränk in dieser Art und Weise gibt es sicher kein zweites Mal. Auch bei der Zubereitung selbst gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Meist werden jedoch die Gewürzstoffe in einem Topf mit Wasser aufgekocht. Ist dies einige Zeit durchgezogen, werden der Tee, aber auch der Zucker und die Milch gleich mit dazu gemischt. Der fertige Chai Tee wird erneut aufgekocht, anschließend vom Herd genommen und so noch einige Zeit stehen gelassen um zu ziehen. Der Tee wird dann später aus der Kanne direkt durch ein Sieb in die Tasse gegossen. Der Sieb hält dabei die Teeblätter und die Gewürze zurück.

Fazit: Ist der Chai Tee wirklich etwas Besonderes?

Chai Tee ist auf keinem Fall gleich Chai Tee. Die Zubereitungsart ist dabei sicher nicht so ausschlaggebend für den Geschmack, wie die Rezeptur, also die verwendeten Gewürzstoffe und ihre Konzentrationen. So kann es durchaus eine Weile dauern, bis man seinen Lieblings-Chai gefunden hat. Man sollte sich aber keinesfalls vorschnell entmutigen lassen. Auch bei uns finden sich auf dem Markt längst die verschiedensten Rezepturen von diversen Herstellern. Zudem gibt es neuere Varianten mit Schokogeschmack, Vanille, Chili, Zitronengras oder sogar Lakrize.

Wer möchte und etwas mutiger ist, oder schlicht und einfach keinen Chai Tee nach seinem Geschmack findet, der kann sich gerne auch jederzeit an seine eigene Mischung wagen. Der Phantasie sind da absolut keine Grenzen gesetzt und einen Versuch ist es allemal wert. Und dazu muss man noch nicht einmal eine Yogamatte hervorkramen, wenn man nicht möchte.

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